# Was TaxTronik nicht sein soll

**URL:** <https://community.taxtronik.de/t/was-taxtronik-nicht-sein-soll/19>\
**Category:** Ankündigungen\
**Created:** [22. August 2026 um 01:24 UTC](https://community.taxtronik.de/t/was-taxtronik-nicht-sein-soll/19 "2026-08-22T01:24:28Z")\
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**Author:** ![ReyK](https://community.taxtronik.de/user_avatar/community.taxtronik.de/reyk/32/9_2.png) [@ReyK](https://community.taxtronik.de/u/ReyK)\
**Post date:** [22. August 2026 um 01:24 UTC](https://community.taxtronik.de/t/was-taxtronik-nicht-sein-soll/19/1 "2026-08-22T01:24:28Z")

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TaxTronik soll keine Black Box werden.

Kein System, das fachliches Urteil ersetzt.  
Kein Vendor-Lock-in.  
Keine Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

Und vor allem:

**TaxTronik muss nicht mir gehören.**

Ich bin bereit, sehr viel in dieses Projekt zu investieren – Zeit, Geld, Wissen und Verantwortung.

Aber persönliche Kontrolle ist nicht das Ziel.

Wenn TaxTronik irgendwann von einer Gemeinschaft getragen, weiterentwickelt und entschieden wird, wäre das für mich kein Kontrollverlust.

Es wäre ein Erfolg.

Denn wenn wir Transparenz, Datenhoheit und Unabhängigkeit fordern, müssen diese Prinzipien auch für das Projekt selbst gelten.

**Auch ich darf nicht irgendwann derjenige sein, von dessen Entscheidungen alle anderen abhängen.**

Deshalb denke ich langfristig über Strukturen nach, in denen Nutzer und Mitwirkende selbst Verantwortung übernehmen können – beispielsweise in Form einer Genossenschaft.

Dazu gehört allerdings auch eine unbequeme Wahrheit:

**TaxTronik soll nicht von Almosen leben.**

Professionelle Softwareentwicklung kostet Geld. Infrastruktur kostet Geld. Sicherheitsprüfungen, Dokumentation, Support und dauerhafte Weiterentwicklung kosten Geld.

Ein Projekt, das für professionelle Anwender kritische Prozesse abbilden soll, kann nicht dauerhaft davon abhängen, ob sich irgendwo genügend freiwillige Arbeitsstunden oder Spenden finden.

Open Source bedeutet für mich deshalb nicht, dass alles kostenlos sein muss. Es bedeutet, dass niemand für Abhängigkeit bezahlen sollte.

Der Quellcode kann frei bleiben und trotzdem kann rund um ihn wirtschaftlicher Wert entstehen.

Ein denkbares Modell sind beispielsweise **Audited Releases** : definierte Softwarestände, deren Sicherheit, Build-Prozess oder bestimmte fachliche und technische Eigenschaften zusätzlich geprüft und dokumentiert wurden.

Bezahlt würde dann nicht dafür, TaxTronik überhaupt benutzen zu dürfen.

Bezahlt würde für zusätzliche Sicherheit, Verlässlichkeit, Prüfung und Service.

Daneben können professionelle Dienstleistungen, Betrieb, Support, Implementierung oder weitere Mehrwerte stehen.

Welche Modelle davon am Ende sinnvoll sind, ist noch offen.

Aber eines ist für mich nicht offen:

**Wenn TaxTronik langfristig unabhängig sein soll, muss es auch wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen können.**

Open Source darf deshalb keine romantische Vorstellung davon sein, dass gute Software einfach kostenlos entsteht.

Sie muss ein Modell ermöglichen, in dem Entwickler, Prüfer und andere Beteiligte für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden können – ohne den Anwender dafür in eine technische oder wirtschaftliche Abhängigkeit zu zwingen.

Auch darüber möchte ich langfristig nicht allein entscheiden.

Denn wenn TaxTronik irgendwann wirklich einer Gemeinschaft dienen soll, muss diese Gemeinschaft nicht nur am Code beteiligt sein.

Sie muss auch über Governance, Prioritäten und wirtschaftliche Entwicklung mitentscheiden können.

**Geld darf TaxTronik ermöglichen. Es soll TaxTronik nicht beherrschen.**

Und vielleicht ist genau das die eigentliche Herausforderung:

Ein wirtschaftlich tragfähiges System zu schaffen, das trotzdem offen genug bleibt, um auch ohne seinen Gründer weiterexistieren zu können.

**Entscheidend ist nicht, wem TaxTronik gehört.**

**Entscheidend ist, wem TaxTronik dient.**
